Holzbank aus Eiche und Akazie

Hallo, heute will ich mal meine Holzbank vorstellen. So eine mit Zapfen und Keilen.

Warum auch immer, mich hat es schon seit geraumer Zeit interessiert wie so eine Holzbank zusammengebaut wird. Das Baumaterial hatte ich da, es sind alles Reste von Arbeit gewesen und die Füße habe ich aus unserem Wald besorgt. In Gedanken habe ich das schon immer machen wollen, leider hatte ich vor diesem Unbekannten, diese Verzapfungen schon gewaltigen Schiß, ich kann es nicht genau sagen, warum, war halt so. Denke, weil ich es nicht wusste wie das genau geht und vor Unbekannten hat man ja bekanntlich Angst. Also mal los und probiert und angefangen.

Klar, Zapfen sind schon eine Herausforderung, diese müssen passen und dann auch halten. Mein Bruder vom Walnusshof in Muschelwitz, hat mir einen Trick verraten: Lochsäge. Aha.

edit: Gestern nachmittag habe ich dann nochmal mir die Holzbank angeschaut. Das war und ist meine wirklich erste selbergebaute Holzbank. Das heißt: da habe ich noch nicht mit Lochsäge gearbeitet. Habe mit Forstnerbohrer die Löcher in die Sitzfläche gedreht und dann die Beine mit der Axt bearbeitet. Meine Oma sagt:“ Die Wahrheit kann man nicht lügen.“ So denn, mit der Lochsäge geht es aber einfacher.

Die Zapfen mit einer Lochsäge herstellen, die Löcher mit einem Forstnerbohrer und fertig. So der Plan erstmal. Nun steht ja auf den Lochsägen der Durchmesser dran, ABER: Das sind ja die Außenmaße. Das heißt, wenn ich 35er nehme und dann eine 35er Forstner, ist das gebohrte Loch zu groß. Klar, weil mit der Lochsäge das Innenmaß ausschlaggebend ist, das ist das was als zapfen genutzt wird.

Da musste ich dann probieren welche Größe von der Lochsäge in welches gebohrtes Loch passt. Habe mir eine Stück Dachlatte genommen, alle Forstnerbohrer als Muster ins Holz gebohrt. Danach Haselnussstöcke und die Zapfen gebohrt. Und dann gabs nur eine Verbindung, die passte. 35er Lochsäge mit 30er Forstnerbohrer.

Es geht dann einfach: Füße zulängen auf ca 40cm. Habe Eiche genommen, die lag im Wald ganz verwittert und das Kernholz war schön mit Moos bedeckt. Mit der Lochsäge senkrecht aufgesetzt und gebohrt, so weit es ging, sind ca 3-4cm lange Zapfen, mehr gibt die Lochsäge nicht her. Danach die Löcher in das Akazienholz, vier Stück, den Neigungswinkel habe ich frei Schnauze gewählt und gebohrt. Ich wusste es nicht besser, aber bei Wildholzmöbeln ist es ja nicht so wild 😉 . Die Füße sind eh alle verdreht und krumm.

Zapfen kürzen
Mit der Japansägen Zapfen absägen

Dann die Füße von dem Randholz befreien und in das Brett getrieben. Keile in die Bohrlöcher und mit einer Japansäge oben auf der Sitzfläche eben abgesägt. Wenn Ihr aber länglich Keile in die Füße treibt, passt bitte auf die Maserung des Sitzbrettes, nicht in Laufrichtung sondern immer quer, da sonst das Brett entlang der Maserung aufbrechen kann. Wirklich Einfach.

Das was ich dadurch lernen konnte ist: Wir sollen anfangen, auch wenn uns etwas Angst und Unwissenheit davon abhalten will, ANFANGEN.

Vielen Dank für Deine Zeit, lass gerne ein Kommentar da und immer schön kreativ bleiben.

Und dann hier ein Link zum Etsyshop, wo diese Bank käuflich erworben werden kann: Etsyshop Holzbank aus Eiche und Akazie

Wenn Ihr auf den Amazonlink klickt, bekomme ich ein kleinen Obolus, teurer wird es für euch deswegen nicht. Danke.

DIY Holzleiter

Heute schildere ich euch wie ich mir eine Holzleiter gebaut habe.

Mein Ziel ist es, eine Holzleiter zu haben, die ich als Dekoration benutzen kann. Da so eine Leiter als Dekoartikel sich sehr gut macht. Im Winter mit Weihnachtsschmuck, im Herbst mit Früchten, im Frühjahr mit Ostereiern oder ganz jährlich als Rankhilfe oder Blumenkastenaufhänger. Alles ist Möglich.

Material

Zuerst benötigen wir Holz. Meine Wahl ist mir leicht gefallen. Da ich mit Haselnuss viel arbeite habe ich einen gewissen Vorrat da. Eine wichtige Sache ist zu beachten: Wir benötigen für die Sprossen trockeneres Holz als für die Seitenteile. Der Grund ist einfach: Nach der Montage trocknen die Seitenteile etwas und ziehen sich zusammen. Damit haben wir eine natürliche Festigkeit. Die Sprossen bleiben so wie sind, sind ja schon trocken.

Werkzeug

Habe mal mit meinem Bruder geredet und dieser meint, eine Lochsäge wäre ideal zum Zapfen drehen. Gesagt getan. Einen passenden Forstnerbohrer zum Löcher für die Zapfen. Eine Säge zum ablängen und zum Zapfen ausschneiden. Messer zum Kanten brechen und entgraten. Zollstock und einen Bleistift. Akkuschrauber oder Bohrmaschine.

Herstellung

Je nach dem welche Leiter wir bauen, habe hier zwei verschiedene gebaut, ist der erste Schritt anders.

1.Schritt: Holz ablängen, Sprossen gleich lang schneiden. Die Anzahl ergibt sich aus der Länge der Seitenteile. Bei mir: 2m Seitenlänge, 30cm Abstand, also 5 Sprossen. Das ist jedem überlassen wie er seine Holzleiter gestaltet. Das was das Material hergibt. 🙂

2.Schritt: Die Sprossen beidseitig mit der Lochsäge „sägen“. Mit der Säge und Messer entgraten, fertig. Die Seitenteile, sollten einen gleichen Schwung haben, damit, nicht wie bei meiner ersten Holzleiter die Seitenteile auseinander laufen.

3. Schritt: Die Löcher für unsere Sprossen bohren. Den passenden Forstnerbohrer raus suchen. Tipp: probiert die Löcher auf einem Brett aus, mit den Sprossen zusammenzusetzen. Dann habt ihr Sicherheit, dass diese zusammen passen.

4.Schritt: Die Sprossen in ein Seitenteil rein stecken und nach Bedarf mit einem Holzhammer einklopfen. Das Gegenstück auf die Sprossen und vorsichtig zusammenbringen. Fertig.

Viel Spaß mit eurer Holzleiter. Schreibt gern ein Kommentar, was und wie es euch ergangen ist und was man besser oder anders machen kann. Danke.

Schaut euch auch noch meine anderen Beiträge gerne an: KLICK

Wenn Ihr auf den Amazonlink klickt, bekomme ich ein kleinen Obolus, teurer wird es für euch deswegen nicht. Danke.